< Zurück

10.9.–26.11.2020



WORKSHOPS



10.11.2020



NEROPA für mehr Gendergerechtigkeit und Diversität

Ort: Zoom
NEROPA Neutrale Rollen Parität wurde von der Schauspielerin Belinde Ruth Stieve entwickelt, um den Frauenanteil in Drehbüchern zu erhöhen und die Besetzung zu diversifizeren. In diesem Workshop stellt Stieve Hintergründe, Notwendigkeit und Wirkungsweise der Methode vor. Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, in Dreierteams die Anwendung von NEROPA für bestehende Drehbücher unter Anleitung durchzuspielen. Auch die Arbeit an eigenen Stoffen ist möglich. Schließlich wird der Ansatz von NEROPA in der Stoffentwicklung vorgestellt und ausprobiert. Der Workshop richtet sich an Autor:innen, Regisseur:innen, Produzen:tinnen, Caster:innen und Schauspieler:innen sowie generell Interessierte.

Anmeldung unter workshops@filmloewin.de



Foto: Lutz Aikele

Belinde Ruth Stieve
Die Hamburger Schauspielerin und Sprecherin Belinde Ruth Stieve arbeitet seit 2013 neben ihrer Arbeit vor der Kamera und am Mikrofon als unabhängige Empirikerin und Expertin. Sie analysiert und kommentiert schwerpunktmäßig die Situation von Frauen vor und hinter der Kamera in deutschen Film- und Fernsehproduktionen. Ihre empirischen Stichprobenanalysen sind umfassend, verlässlich und in der Branche anerkannt. Um nicht nur beschreibend sondern auch verändert zu wirken entwickelte Stieve verschiedene Methoden, so das Gender & Diversity Tool NEROPA (2016) und den Ansatz „2 von 6“ (2018). Sie ist außerdem gefragt als Speakerin und auf Panels, und sie führt verschiedene Workshops durch.
https://schspin.stieve.com / https://neropa.stieve.com




26.9.2020


Für Kinder im Grundschulalter:


Bin ich (un)typisch? - Kurzfilme gucken & diskutieren


+++ ACHTUNG: Auf Grund des aktuellen Covid19-Infektionsgeschehens werden die als Präsenzveranstaltungen geplanten Workshops für Kinder im Grundschulalter verschoben und gegebenenfalls virtuell durchgeführt. Sobald ein neuer Termin feststeht, findet ihr ihn genau hier. +++

Gemeinsam tauchen wir in diesem Workshop ein in die wunderbare Welt des Kurzfilms - und lernen inspirierende Filmfiguren kennen. Anhand der Filme sprechen wir über starke weibliche, männliche und diverse Vorbilder, darüber, wie es für dich ist, ein Mädchen, ein Junge, non-binär oder trans zu sein und was das eigentlich bedeutet.
Der Workshop bietet dir den Raum, dich über deine Erfahrungen auszutauschen.

Die nach Altersgruppe unterteilten Workshops finden unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen statt.

Anmeldung unter workshops@filmloewin.de

Dozentin: Laura Caesar


Foto: privat

Laura Caesar ist freischaffende Film- und Medienpädagogin. Sie besitzt zahlreiche Erfahrungen in der kulturellen Bildung sowie im medien- und filmpädagogischen Bereich. Bei mehreren Filmfestivals für Kinder und Jugendliche hält sie Filmgespräche, leitet Workshops und erstellt als Autorin FilmTipps sowie pädagogische Begleitmaterialien zu Filmen. Beim KUKI – Kurzfilmfestival für Kinder und Jugendliche Berlin ist sie als Organisatorische Leitung tätig. Für die Fernsehsender KiKA und Nickelodeon erstellte sie altersgerechte Web-Inhalte und betreute die Online-Community mein!KiKA. Ihren Master schloss sie im Studiengang „Kinder- und Jugendmedien“ an der Universität Erfurt ab und legte einen Fokus auf das Thema Gender und Film. Für ihre Masterarbeit mit dem Thema „Gendersensible Filmbildung als Differenzerfahrung Jugendlicher“ konzipierte und evaluierte sie Workshops zur Dekodierung von Geschlechterrollen.


Für Pädagog:innen und andere interessierte Erwachsene:

Harte Mädchen, weiche Jungs und so vieles mehr – Geschlecht im Kinderfilm

Ort: Online (Zoom)
Uhrzeit: 12 - 16 Uhr (inkl. Pause)

Mutig oder kichernd – in aktuellen Kinderfilmen feiern traditionelle Klischees davon, wie Jungen und Mädchen sein sollen, noch fröhliche Urstände. In diesem Workshop wollen wir uns ansehen, wie Geschlecht in Kinderfilmen präsentiert wird, wie Stereotype nach-gespielt und verstärkt, aber auch unterlaufen werden. Für entsprechendes Handwerkszeug aus der Filmanalyse wird gesorgt: von „doing gender“ über „toxic masculinity“ bis zu „Heteronormativität“ klären wir gemeinsam wissenschaftliche Methoden wie politische Begriffe und sprechen anschließend darüber, welche Bedeutung sie in der pädagogischen Praxis haben können. Konkret wird es dann anhand von Filmausschnitten aus deutschen und internationalen Filmerfolgen – bestätigen diese nur traditionelle Rollen oder werden Macht- und Geschlechterstrukturen in Frage gestellt? Größere gesellschaftliche Diskussionen geben dabei stets den Rahmen vor, in dem wir uns bewegen. Die Bandbreite der Filme reicht von „Bibi & Tina“ bis „Die Eiskönigin“, von „Der Gigant aus dem All“ bis „Molly Monster“ – also Kinderfilme für alle Altersstufen von fünf bis vierzehn Jahren.

Anmeldung unter workshops@filmloewin.de


Dozent: Rochus Wolff


Foto: Anca Wölfle

Rochus Wolff ist Autor und Filmkritiker. Er hat Germanistik und Geschlechterforschung in Bonn, Oxford und Berlin studiert, schreibt seit 2004 regelmäßig über Filmthemen, seit 2013 mit dem Schwerpunkt Kinderfilme, nicht zuletzt in seinem Blog kinderfilmblog.de. Sein 2019 erschienenes Buch „33 beste Kinderfilme“ wurde als „wunderbare Einladung eines großen Filmliebhabers zu einer ästhetischen Entdeckungstour“ gepriesen. Er ist darüber hinaus als Texter, Redakteur und Social Media-Berater für eine Agentur in Süddeutschland beschäftigt; er lebt mit seiner Familie in Fulda.

Website: rochuswolff.de