10.9.–26.11.2020





Was hat Feminismus mit Film und Film mit Feminismus zu tun? Diesen Fragen geht das feministische Onlinemagazin FILMLÖWIN als einziges deutschsprachiges Magazin seiner Art seit Ende 2014 auf den Grund. Mit FILMLÖWINKINO wagt das Löwinnen-Rudel nun den Sprung von der virtuellen in die reale Welt, genauer gesagt in zwei frauengeführte Berliner Programmkinos: City Kino Wedding und Wolf Kino Neukölln.

Insgesamt sechs Veranstaltungen widmen sich mit Filmscreenings und Diskussionen einer Auswahl von Themen, die uns gerade unter den Nägeln brennen. Nach den Filmen – in der Regel von Regisseurinnen – sprechen wir mit Personen, die zum feministischen Thema des Abends eine starke Meinung haben, und schlägt hiermit die Brücke zwischen der Welt des Films und unserem eigenen Leben.

Denn die Antwort auf die Frage, was Feminismus mit Film und Film mit Feminismus zu tun hat, gibt es schon jetzt eine ganz klare Antwort: JEDE MENGE!

+++ Um im Zuge der Corona-Pandemie möglichst vielen Menschen die Teilnahme an unserer Filmreihe zur ermöglichen, sind die meisten unserer Film auch online als VoD erhältlich. Außerdem übertragen wir die Gespräche mit unseren Gäst:innen in der Regel live auf unserem YouTube-Kanal und stellen sie später als Sonderfolge unseres Podcasts zur Verfügung. +++



26.11.2020 | 19 Uhr

TOXISCHE MÄNNLICHKEIT

Online

Foto: © Komplizenfilm

Film: „Western“ von Valeska Grisebach


Valeska Grisebachs Film Western ist ein eben solcher: Ein Trupp von Männern zieht in die „Wildnis“ - in diesem Fall eine Baustelle inmitten der atemberaubendern Natur Bulgariens. Sie werden dort die Natur nutzbar machen für ein Wasserkraftwerk. Der Held ist wortkarg, verschlossen, steht außerhalb der kleinen, eingeschworenen Gesellschaft. Die Männer treffen auf Einheimische, geraten mit ihnen aneinander. Der Held findet schließlich eine Ebene der Kommunikation mit den Fremden, wird vorübergehend einer von ihnen. Aber nicht ganz. Denn der Held ist einsam, muss einsam bleiben. Das Genre und sein Männlichkeitsideal wollen es so.

Im Anschluss diskutieren die Autor:innen und Aktivist:innen Nils Pickert, Bilke Schnibbe und Linus Giese das Konzept „toxische Männlichkeit“. Was macht heutzutage einen Mann aus? Welche Bilder von Männlichkeit vermitteln unsere Medien? Und welche Konsequenzen haben diese Bilder für den Einzelnen und uns alle als Gesellschaft? Es moderiert Comedienne, Autorin und Regisseurin Janina Rook.

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Bereits vergangene Veranstaltungen:

10.9.2020 | 19 Uhr

QUEER GEDACHT

Featuring Queer Media Society
City Kino Wedding


Foto: © Salzgeber


Film: „Rafiki“ von Wanuri Kahiu


In bonbonbunten Bildern erzählt „Rafiki“ von der auf verschiedene Weise unsternbedrohten Liebesgeschichte zwei queerer Frauen im heutigen Kenia. Dabei achtet Regisseurin Wanuri Kahiu darauf, ein lebensfrohes Bild ihres Heimatlandes zu zeichnen, ohne dabei dessen Probleme unter den Teppich zu kehren.

Im Anschluss an den Film sprechen wir darüber, welche Rolle queere Geschichten im Kino aktuell spielen, wann eine Geschichte für uns überhaupt „queer“ ist und warum wir uns mehr Geschichten über queeres Leben, Lieben und Begehren wünschen. Auf der Bühne spricht FILMLÖWIN-Gründerin Sophie Charlotte Rieger mit den Gäst:innen Sookee, Musikerin und Mitglied der Queer Media Society, und Moderator Tarik Tesfu.

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26.9.2020 | 19 Uhr

GENERATION ZUKUNFT

Studio Wolf


Foto: Silke Mayer

Welche Filme wollen junge Feminist:innen auf der Leinwand sehen? Wie würden sie das Kinoprogramm gestalten, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten?

An diesem Abend überlässt FILMLÖWINKINO die Bühne der nächsten Generation. Teilnehmerinnen des „Girls' Riot“ Workshops präsentieren und kommentieren ein Kurzfilmprogramm, das sie 2019 für das Internationale Kurzfilmfestival für Kinder und Jugendliche, das KUKI, zusammengestellt haben. Dabei geben sie Einblick in ihren kreativen Auswahlprozess und beantworten Fragen aus dem Publikum. Begleitet werden die jungen Kuratorinnen von der Leiterin des Projekts, Monica Koshka-Stein. Es moderiert FILMLÖWIN-Autorin Lea Gronenberg.

Am Nachmittag finden zwei Workshops für Grundschulkinder sowie ein Workshop für Pädagog:innen und andere interessierte Erwachsene statt.

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15.10.2020 | 19 Uhr

INSTAFEMINISMUS

Studio Wolf

Foto: © Corso Film

Film: „Searching Eva“ von Pia Hellenthal


Der Dokumentarfilm „Searching Eva“ portraitiert die Bloggerin und Sexarbeiterin Eva Collé, die mit Bildern, Videos und Texten ihren Online-Follower:innen intime Einblicke in ihr Leben erlaubt. Ist das Exhibitionismus oder Emanzipation? Wer entscheidet das überhaupt?

Nach dem Film erzählen Instagrammerinnen von ihrem Online-Leben. So nutzt beispielsweise Lina Lätitia Blatt alias "vulvaaaart" bzw. “glitterclit_” Instagram als Medium für sexpositive Kunst, Latifah Cengel wiederum bespielt ihren Kanal mit politischen Inhalten zu Rassismus und intersektionellem Feminismus. Gemeinsam wollen wir darüber nachdenken, ob und unter welchen Vorzeichen Instagram als Blick in unsere Privatleben eine Bühne für Feminismus sein kann. Es moderiert FILMLÖWIN-Gründerin Sophie Charlotte Rieger.

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29.10.2020 | 19 Uhr

RAPE CULTURE

City Kino Wedding


Foto: © NFP

Film: „Alles ist gut“ von Eva Trobisch


Nach einer Party wird Anne vergewaltigt. Kurz darauf trifft sie den Täter wieder – als neuen Kollegen an ihrem Arbeitsplatz. Wie mit dieser Konfrontation umgehen? Wie das Erlebte verarbeiten? Wie mit ihrem Lebensgefährten über all das sprechen? Wie weitermachen?

In der an den Film anschließenden Diskussion wollen wir uns dem Thema sexualisierte Gewalt widmen – sowohl als Motiv, das unsere Kultur durchdringt, als auch als reales und strukturelles Phänomen in unserem Alltag. Dazu spricht FILMLÖWIN-Gründerin Sophie Charlotte Rieger mit der Autorin Dr. Mithu Sanyal („Vergewaltigung“) darüber, was eine sogenannte Vergewaltigungsstruktur ausmacht und fortbestehen lässt und wie wir verantwortungsvoll über Vergewaltigung öffentlich reden oder Filme machen können.

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10.11.2020 | 19 Uhr

QUOTEN SCHOTEN

Online


Foto: © Darling Berlin

Film: „Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste“ von Isabell Šuba


In ihrem Debütfilm, der Mockumentary „Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste“, wirft Isabell Šuba einen feministisch-kritischen und zugleich humoristischen Blick auf das renommierte Filmfestival in Cannes. Anhand ihres von Anne Haug verkörperten Alter Egos führt sie dem Publikum dabei vor Augen, welche Hürden junge Regisseurinnen auf ihrem Weg zur verdienten Anerkennung bezwingen müssen.

An diesem Abend sprechen wir mit Schauspielerin Mateja Meded und Regisseurin Biene Pilavci über die Arbeitsrealität von Frauen in der Filmbranche – vor und hinter der Kamera. Welche Probleme löst eine potentielle Frauenquote und wer wird trotzdem noch übersehen? Es moderiert Comedienne, Autorin und Regisseurin Janina Rook.

Im Nachgang der Veranstaltung findet am 14. November ein kostenloser Online-Workshop für Filmschaffende statt: “NEROPA für mehr Gendergerechtigkeit und Diversität”. Mehr Infos dazu hier.

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